Programm 2019

Mittwoch, 15. Mai 2019

08:30 Uhr
Teilnehmer-Registrierung
08:55 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
09:00 Uhr
Keynote: Katalyse als Schlüsseltechnologie für die Chemische Energiespeicherung über P2X mehr
Neue Technologien zur Reduktion des Klimawandels sind dringend erforderlich und stellen die Prozessindustrie vor enorme Herausforderungen. Die Dimension der Aufgabe macht komplementäre Ansätze notwendig um weltweit Emissionen von Treibhausgasen signifikant zu reduzieren. Strombasierte Kraftstoffe und Chemikalien können dabei einen wichtigen Beitrag liefern - katalytische Lösungen zu deren Herstellung existieren, müssen aber optimiert und aufskaliert werden. Geeignete regulative Rahmenbedingungen sind aufzuzeigen und umzusetzen.
Clariant als einem der key player in der Katalyse kommt, in Zusammenarbeit mit seinen Technologiepartnern, eine zentrale Stellung zu.
Die Präsentation stellt die Aktivitäten von Clariant in der P2X-Landschaft sowie die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für die Technologieeinführung dar.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Erforderliches Maß der Emissionseinsparung abhängig von Klimazielen
  • Wie kann P2X dazu beitragen?
  • Welche Hebel bestimmen die Wirtschaftlichkeit?

Referent: Dr. Andreas Geisbauer | Clariant

1987 – 1993: Studium der Chemie, Ludwig Maximilians Universität München

1993 – 1996: Promotion auf dem Gebiet der Metallorganischen Chemie

1996 – 2001: Prozessingenieur für Halbleiter-Prozesstechnologien in verschiedenen Positionen und Unternehmen, Prozess- und Produkt-Entwicklung

2002 - 2008 Head of Surface Chemistry, Bioanalytische Anwendungen bei Advalytix AG als Technologie – Startup, 2005 Acquisition von Advalytix durch Olympus Life Science Research Europe

2008 bis heute: Süd-Chemie AG / CLARIANT BU Catalysts, Senior Technology Scout & Innovation Manager, Global R&D

09:45 Uhr
World-Cafés: Standortbestimmung Energieeffizienz und Technologien - Vorreiter, Mitläufer oder Nachzügler: Wie positionieren sich Unternehmen?
Referent: Alexander Krause | Mainova AG

Alexander Krause leitet den bundesweiten Geschäftskundenvertrieb der Mainova AG und ist für den B2B-Vertrieb von Strom, Gas und energienahen Dienstleistungen verantwortlich. Davor war er in verschiedenen beratenden und vertrieblichen Positionen in der Energiewirtschaft, unter anderem im Key Account Management bei E.ON und der Süwag Energie AG tätig. Er bringt jahrelange Erfahrungen und umfangreiche Expertise ein, wie energieintensive Unternehmen von der Beschaffung bis zur Zertifizierung ihre Kosten reduzieren und Strukturen optimieren können. Dazu ist Alexander Krause als Energiemanagement-Auditor und EEX Börsenhändler zertifiziert.

10:30 Uhr
Interdisziplinärer Impuls: Power-to-Methanol: Chancen für die Energiewende im Verkehr mehr
Der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) ist eine zentrale Säule der Energiewende in Deutschland und Kernbestandteil der europäischen Energie- und Klimapolitik. Um die Ziele der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen zu erreichen, muss sich der Mobilitätssektor auf eine Kombination von Elektromobilität und von strombasierten Kraftstoffen für den noch viele Jahre vorhandenen Fahrzeugpark mit Verbrennungsmotoren einstellen. Die  Umstellung auf elektrische Antriebe allein erfordert umfangreiche Investitionen in Batterietechnologien, wobei schon die Rohstoffverfügbarkeit z.B. für Lithiumionenbatterien einer schnellen und breiten Einführung entgegensteht.
Methanol spielt in diesem Szenario eine bisher unterschätzte Schlüsselrolle. Es liefert eine universelle Plattform sowohl für Treibstoffe als auch für die gesamte Prozesskette der Chemieprodukte, als Energiespeicher bzw. für den Energietransport als „verflüssigter Strom“. Methanol ist mit ca. 100 Mio. Tonnen Jahresproduktion weltweit ein etablierter chemischer Grundstoff, dessen Herstellungs- und Weiterverarbeitungstechnologien auf der Basis eines Synthesegases aus Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid weitgehend Stand der Technik sind.
Methanol kann aber auch aus regenerativ erzeugtem Elektrolyse-Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid hergestellt werden. Die Investitionen in Infrastruktur und Logistik sind überschaubar, insbesondere im Vergleich mit denen der Elektromobilität. Motorentechnisch sind Methanol bzw. Blends aus Benzin und Methanol beherrschbar. In China und anderen Ländern kommen diese seit mehreren Jahren zum Einsatz. Auch für Dieselmotoren sind Methanol bzw. Methanolderivate geeignet, mit dem Vorteil einer drastischen Reduzierung unerwünschter Emissionen. Dem Problem der geringen Reichweiten von Elektrofahrzeugen lässt sich durch Methanol-Brennstoffzellen entgegenwirken. Auf diese Weise wird mit einem einzigen Kraftstoff, -Methanol - die EMobilität genauso sichergestellt wie die V-Mobilität, und die bestehende Infrastruktur kann weitgehend weitergenutzt werden.
Auf Basis von Power-to-Liquid Konzepten laufen bereits mehrere Forschungsprojekte zur Erzeugung von Fischer-Tropsch-Produkten, aber auch von Methanol bis hin zu ersten halbtechnischen Demonstrationsanlagen.
Seit Oktober 2018 untersucht ein von der Dechema geführtes Konsortium der Firmen thyssenkrupp Industrial Solutions, Clariant und Südzucker sowie der TU Bergakademie Freiberg und mehrerer Fraunhofer-Institute die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer dezentralen Methanolherstellung. Das Projekt wird vom BMWi gefördert. Basis sind regenerativ erzeugter Überschuss-Strom und Kohlenstoffdioxid aus im Wesentlichen biogenen Quellen.
Referent: Dr. Ludolf Plass | Consultant

Geboren 19.1.1944 in Frankfurt/Main

1963 : Abitur Gymnasium Emden

1963-1969: Studium Maschinenbau an der TH Darmstadt

1969 – 1972: Tätigkeit bei Lurgi GmbH/Frankfurt als Doktorand .

1972: Promotion auf dem Gebiet der Chemischen Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen/Nürnberg.

1972 – 2009 :Tätigkeit bei Lurgi in verschiedenen Funktionen :

- Leitung des Bereichs Kohle-und Energietechnik der Lurgi Energie- und Umwelttechnik GmbH

- Mitglied/Vorsitzender der Geschäftsführung der Lurgi Energie-und Umwelttechnik GmbH

- Chief Technology Officer der Lurgi AG

- Mitglied/Vorsitzender des Aufsichtsrats zahlreicher internationaler Tochtergesellschaften der Lurgi AG

- Mitglied des Vorstandes der Dechema e.V.

2009 – 2013: Beratung der Geschäftsführung der Lurgi GmbH

Aktuelle Funktionen :

- Vorsitzender des Beirats der Schaefer Kalk GmbH, Diez, Lahn

- Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Dechema Forschungsinstituts

- Mitglied des vom BMWi geförderten Forschungsprojektes : „Power-to Methanol: Green Methanol“

- Beratungstätigkeiten für Energie- und Umwelt- Fragen/Technologien

11:00 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Panel 1: Power-to-X/Elektrolyse

11:30 Uhr

Parallele Foren - Panel 1: Power-to-X/Elektrolyse
11:30 Uhr: Einsatz der Power-To-Gas-Technologie als Schnittstelle zwischen Industrie und Energiespeicherung mehr
Am Institut FITT der htwsaar wurde das biotechnologische Verfahren BEST zur bedarfsgerechten Umwandlung von elektrischer Energie, Wasser und CO2 zu synthetischem Erdgas (SNG) entwickelt. Übergeordnetes Ziel ist es, vorhandene, aber bisher nicht genutzte Ausgleichskapazitäten von Industrieprozessen oder regionalen Netzen durch die BEST-Technologie nutzbar zu machen und so zur Systemintegration erneuerbarer Energien beizutragen. Im BEST-Prozess wird Wasserstoff genutzt, der durch Elektrolyse von Wasser gewonnen wird. Der Bezug elektrischer Energie durch die Elektrolyse kann dazu eingesetzt werden, das elektrische Netz gezielt zu entlasten. Im zweiten Schritt werden CO2-Emissionen aus Industrieanlagen und Wasserstoff aus der Elektrolyse genutzt, um mit Hilfe von Methanbakterien in den BEST-Reaktoren synthetisches Methan herzustellen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Mit dem biotechnologischen BEST-Verfahren kann erneuerbares Erdgas in hoher Reinheit kontinuierlich und diskontinuierlich hergestellt werden.
  • Mit BEST lässt sich die CO2 Emission industrieller Prozesse vermindern.
  • BEST ist robust, beliebig skalierbar und lässt sich in industrielle Prozesse einbinden.

Referent: Prof. Dr. Matthias Brunner | Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Prof. Dr. Matthias Brunner, Jahrgang 1955, Studium der Biologie: Saarbrücken, Freiburg, Paris. Doktorand an der Kernforschungsanlage Jülich (Biotechnologie I) mit Promotion Universität Düsseldorf. Industrieerfahrung: Passavantwerke, Aarbergen: Abteilungsleiter, Handlungsvollmacht; Mannesmann Anlagenbau, Berlin: Prokurist; Gauff Ingenieure, Frankfurt: Prokurist; Lyonnaise des Eaux, Paris, Rostock, Berlin: technischer Direktor; Mitglied des ATV Hauptausschusses 7.5.: Anaerobe Abwasserreinigung, mehrere Patente, diverse Veröffentlichungen. Seit 1999 Professor an der HTW des Saarlandes (Bio- und Umweltverfahrenstechnik); Mitbegründer des Deutsch-Französisches Institut für Umwelttechnik; www.defitechno.de; Direktor der FITT gGmbH; Vorstandsmitglied des Fachbereichstag Verfahrenstechnik; Vorstandsmitglied von Proftec; Vorstandsmitglied VDI Saar, Mitglied DVGW, DWA

12:00 Uhr: Power-to-X: Essentielle Säule für nachhaltige Industrie, Chemie, Mobilität und effiziente Stromversorgung mehr
Die Kopplung von grünem Strom über Elektrolyse hin zu erneuerbaren Gasen, Treibstoffen und Grundstoffen, ist ein wichtiger Pfeiler für die Erreichung der Klimaziele. Gleichermaßen bietet dieser neue Markt einen wesentlichen Wert für die Optimierung von Stromsystemen im Kontext des Zubaus von Wind- und Sonnenenergie. thyssenkrupp bietet neben der Elektrolyse weitere Schlüsselkomponenten für die Power-to-X-Routen am Markt an - und zwar im industriellen Maßstab. Beispielsweise wird im Forschungsprojekt Carbon2Chem gezeigt, wie aus erneuerbarem Wasserstoff und den Gasen aus dem Stahlwerk synthetisch Treibstoffe und Ammoniak entstehen. Der Vortrag wird neben den technischen Möglichkeiten darauf eingehen, wie sich der Markt entwickeln könnte, welche Meilensteine für eine erfolgreiche Entwicklung genommen werden müssen und welche Chancen sich für verschiedenen Marktteilnehmer ergeben.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Marktreife von Power-to-X-Technologie, Marktausblick, Implikationen für die Energieversorgung
Referent: Dr. Andrei Zschocke | thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers

Seit Sept. 2018: Senior Business Development Manager Energy Markets, thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, Energy Storage & Hydrogen, Dortmund

2016 - 2018: Area Manager “Alternative Fuels & Mobility”, Uniper SE, Gelsenkirchen

2013 - 2016: Prokurist und Abteilungsleiter Technische Innovation, E.ON Energy Storage GmbH, Essen

2010 - 2013: Portfoliomanager in der Innovation: Power-to-Power, Power-to-Gas, Power-to-Heat, E.ON Gas Storage GmbH, Essen

2008 - 2010: Projektentwicklung und F&E in der CO2-Speicherung, E.ON Gas Storage, Essen

2007: Promotion, RWTH Aachen, Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik

2005 - 2008: Projektleiter, E.ON Ruhrgas, Underground Gas Storage Facilities, Essen

2000 - 2005: Wissenschaftlicher Angestellter, Leibniz Institut für Angewandte Geophysik, Hannover

1994 - 2000: Studium der Geoingenieurwissenschaften, Technische Universität Berlin

12:30 Uhr: Flexible Anwendung von schaltbaren Sauerstoffverzehrkathoden in der Chlor-Alkali-Elektrolyse mehr
Mit einer weltweiten Produktionsmenge von 75 Mio. Tonnen pro Jahr (World Chlorine Council, 2017) ist Chlor eine wichtige Basischemikalie und Ausgangsstoff für viele weitere Produkte. Mit einem ohnehin zunehmenden Anteil der Chlor-Alkali-Elektrolyse betrug der Strombedarf der deutschen Chlorproduktion 2017 in etwa 1484 GW [1]. Aus diesem hohen Energiebedarf erschließt sich ein großes Potenzial im Hinblick auf die Einbindung erneuerbarer Energien in der Zukunft. Der Einsatz einer Sauerstoffverzehrkathode kann den Energiebedarf bereits um 30 % senken [2]. Flexibilität lässt sich mit der neuartigen, schaltbaren Sauerstoffverzehrkathode (sSVK) [3] umsetzen. Die sSVK ermöglicht neben dem energiearmen Sauerstoffverzehrmodus einen Wechsel zum energieintensiveren Wasserstoffproduktionsmodus bei Erhöhung des Zellpotentials um 1 V. Damit lässt sich der Energiebedarf der Chlor-Alkali-Elektrolyse flexibel an die Produktionsmenge erneuerbarer Energien anpassen. Die Einsatzmöglichkeit einer sSVK wurde anhand des Ersatzsystems, bei dem an der Anode Sauerstoff statt Chlor entwickelt wurde, in einer Laborzelle (12 cm2 geometrische sSVK-Fläche) für Stromdichten von 50 mA/cm2 bis 275 mA/cm2 und verschiedene Katholyt- (2 L/h-5 L/h, 1M NaOH) sowie Sauerstoffvolumenströme (12 ml/min-50 ml/min, 99,95% Sauerstoff) getestet. Ein Vergleich des Sauerstoffverzehrmodus der sSVK mit der herkömmlichen SVK (ohne Wechselmöglichkeit in den Wasserstofferzeugungsmodus) diente der Bewertung der Performance. Weiterhin wurde die Langzeitstabilität anhand mehrerer Umschaltvorgänge bis zu drei Stunden getestet. Zur Abschätzung des Flexibilitätspotenzials in der Industrieanwendung untersuchte eine dynamische Optimierung Schaltzyklen, die sich aufgrund realer Strompreisschwankungen ergaben. Diese Untersuchung erlaubt eine Abschätzung der Wirtschaftlichkeit und des Potentials einer flexiblen Chlor-Alkali-Elektrolyse. [4]
Referent: Kristina Baitalow | RWTH Aachen University

Kristina Baitalow schloss ihr Maschinenbau-Studium mit der Vertiefung Verfahrenstechnik 2017 an der RWTH Aachen University ab. Seit 2017 promoviert Frau Baitalow an der Aachener Verfahrenstechnik. Eingegliedert in den Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik betreut sie mehrere Versuchsstände mit Gasdiffusionselektroden, unter anderem zur schaltbaren Sauerstoffverzehrkathode, und untersucht die Strömungsdynamik in elektrochemischen Membranreaktoren mittels CFD-Simulationen.

Panel 2: Energiemanagement

11:30 Uhr

Parallele Foren - Panel 2: Energiemanagement
11:30 Uhr: Neue ISO 50001 trifft alte Energieperformance – Kennzahlen: Probleme und Lösungsansätze aus dem Mittelstand mehr
Eine zentrale Anforderungsverschärfung durch die neue ISO 50001:2018 ist das Thema Nachweisführung für die Verbesserung der energetischen Leistung. Es muss klar dargelegt werden, mit welchen Verfahren diese Nachweisführung („Verifizierung“) erfolgen soll und wie relevante Parameter, die nicht beeinflussbar sind herausgerechnet werden.
Diese kombinierte Herausforderung ist zu viel für die Standard-Kennzahlen, die viele Unternehmen im Energiemanagement installiert haben.
Der Vortrag zeigt vor diesem Hintergrund Beispiele, wie dieser Herausforderung mit angemessenem Aufwand begegnet werden kann:
Was funktioniert an herkömmlichen Kennzahlen oft nicht mehr? Sie sind z.B. oft nicht wirklich normiert.
Was bzw. wie muss ich normalisieren?
Wann habe ich jetzt den Nachweis geführt?
Und als Perspektive: Was hat das nun mit Industrie 4.0. zu tun?


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Anforderungen nach ISO 50001:2018
  • Möglichkeiten zur angemessenen Überarbeitung eines Kennzahlensystems
  • Praxiserfahrungen aus Projekten zur Management-System-Anpassung

Referent: Stefan Authier | Infraserv GmbH & Co.Gendorf KG

Studium Allgemeine Physik und Biologie, TU München

1990 - 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München

1992- 2000 Stellvertretender Schulleiter und Schulleiter Fachschule für staatl. geprüfte Umwelt- und Verfahrenstechniker

seit 2000 Projektleiter / Projektmanager Energieeffizienz und Prozessoptimierung; InfraServ Gendorf

seit 2009 Abteilungsleiter Energie- und Prozessmanagement/Business Development; InfraServ Gendorf

seit 2016 Dozent Physik und Grundlagen der Elektrotechnik für Chemieingenieurwesen an der Hochschule Rosenheim

12:00 Uhr: Datenerfassung und -auswertung – Grundlage für die Erstellung von Energiekennzahlen mehr
Können Sie Ihre Verbesserung der energiebezogenen Leistung klar darstellen? Genau das fordert nun die neue Energiemanagement Norm ISO 50001.

Mit der neuen ISO 50001:2018, ISO 50006 und ISO 50015 wird vermehrt Augenmerk auf die Verbesserung Ihres Leistungsbezuges gelegt. Ziel ist es, den Verbrauch wesentlicher SEUs (Energieverbrauchsbereiche) zu ermitteln und um variable Einflussfaktoren wie das Wetter oder die Produktionsauslastung zu normalisieren.
Durch die Bildung von aussagekräftigen Kennzahlen müssen und können Sie Ihre Effizienzsteigerung dann klar darstellen.

Auf diesem Weg wollen wir Sie mit Lösungen zur Datenerfassung und Kennzahlenbildung begleiten. Neben der Anbindung von Bestandssensoren und der Implementierung neuer Messstellen, werden Sie befähigt Ihre Aussagekraft zu erhöhen.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Flexible Datenerfassung - Kennzahlenbildung - Projektbeispiele 
Referent: Lukas Dökel | WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Lukas Dökel ist seit 2014 im Market Management Industry & Process bei WAGO tätig und verantwortet die vertrieblichen Aktivitäten für den Bereich Strom- und Energiemesstechnik. Herr Dökel betreut im Rahmen seiner Tätigkeit internationale Projekte zum Thema Energiemanagement.

12:30 Uhr: Stand der Entwicklung von Machine Learning im Energiemanagement, konkrete Anwendungsbeispiele, Ausblick auf zukünftige Entwicklungen mehr
Die Anforderungen im Bereich der Energieeffizienz und im Energiemanagement steigen. Die aktuellen Ziele der Bundesregierung hinsichtlich Klima werden bis 2020 wohl verfehlt. Da aber Energie neben der Erfüllung der Klimaziele auch ganz pragmatische wirtschaftliche Ziele für Unternehmen bedeutet, ist es wichtig, hier kontinuierlich neue Potentiale zu heben.

Dabei kommt der Energiedatenanalyse immer größere Bedeutung zu. Da nur so systematisch neue Potenziale gehoben werden können. Die Novellierung der ISO 50001 hat mit der neuen Norm 50006 auch das Thema aufgenommen und die Betrachtung von Einflussgrößen weiter geschärft.

Es gilt aber auch hier im Rahmen der Digitalisierung neue Wege zu beschreiten. Machine Learning- Algorithmen werden heute bereits in verschiedenen Anwendungen implementiert. Machine Learning oder auch Deep Learning ist ein Teil von dem, was wir aktuell unter künstlicher Intelligenz zusammenfassen. Dabei geht es vor allem um die Analyse von großen Datenmengen. Maschinen lernen, indem sie neue Informationen auf komplexe Weise analysieren. Im Energiemanagement ist dies der nächste Schritt, um Transparenz zu schaffen, Prozesse zu automatisieren und neue Potentiale für Einsparungen zu finden.

Im Bereich des Energiemanagements und der Energieeffizienz ist das Thema aber noch Neuland. Doch hier ergeben sich viele Möglichkeiten und Einsatzgebiete.
Referent: Prof. Dr.-Ing. Mark Junge  | Limón GmbH

Prof. Dr.-Ing. Mark Junge ist Geschäftsführer der Limón GmbH und Honorarprofessor der Universität Kassel. Nach seinem Maschinenbaustudium und seiner Promotion an der Universität Kassel gründete er im Jahr 2002 die maxPlant GbR. Dort war er bis 2007 Gesellschafter. Von 2003 bis 2008 forschte und arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet „Umweltgerechte Produkte und Prozesse“ am Institut für Produktionstechnik und Logistik der Universität Kassel. 2007 gründete er den Energieeffizienzdienstleister Limón GmbH. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen vom Start-Up zu einem von Deutschlands führenden Energieeffizienzdienstleister in der Industrie entwickelt. Diese Erfolgsgeschichte wurde in 2011 mit dem Hessischen Gründerpreis honoriert. Zudem engagiert sich Professor Junge im Vorstand des deENet e.V. und im VDI BV Nordhessen. Er publizierte mehr als 100 Vorträge und Fachartikel.

13:00 Uhr
Spotlight-Session
13:15 Uhr
Kommunikations- und Mittagspause
14:15 Uhr
Präsentation der Ergebnisse der World-Cafés
14:30 Uhr
Best-Practice-Beispiel: Erfahrungen und Potentiale beim Lastmanagement von Luftzerlegungsanlagen mehr
Luftzerlegungsanlagen enthalten große und leistungsstarke Verdichter, die zumeist elektrisch angetrieben werden. Die Anschlussleistung der meisten Luftzerleger liegt typischerweise im Bereich von 10 bis 25 MW. Europaweit werden mehrere Hundert solcher Anlagen betrieben, sie stellen somit einen signifikanten Anteil an der Gesamtheit der Stromverbraucher dar.
Thema des Vortrags sind Möglichkeiten, Erfahrungen und Potentiale, um das Lastmanagement von Luftzerlegungsanlagen nicht nur entsprechend der Produktnachfrage vorzunehmen, sondern diese Anlagen innerhalb bestimmter Grenzen entsprechend dem schwankenden Stromangebot zu betreiben.
Berichtet wird über ausgewählte Luftzerleger in Europa, die seit mehreren Jahren nicht nur nachfragegesteuert, sondern unter Berücksichtigung von zyklisch veränderlichen Strompreisen, folglich gemäß „Demand Side Management“ (DSM) gefahren werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einblick in den Betrieb einer Industrieanlage entsprechend Stromangebot
  • Abwägung Kosten/Nutzen dieser Betriebsweise

Referent: Dr.-Ing. Christoph Erdmann  | MESSER GROUP GmbH

Christoph Erdmann has been graduated in mechanical engineering by RWTH Aachen, followed by a PhD thesis in process engineering. Subsequently, Christoph Erdmann joined the Engineering Contractor Lurgi Öl Gas Chemie GmbH in Frankfurt/Germany for 14 years. He held different positions in Engineering and Sales, amongst them Head of Process Department for hydrogen and syngas production. Since 2006, Mr. Erdmann is the Vice President On-site at Messer Group GmbH, the largest owner-managed industrial gases company, with subsidiaries in approx.. 40 countries, in Europe, China and the Americas. He is responsible for the development and acquisition of On-site projects, in the field of large cryogenic Air Separation Units, non-cryogenic air gases production plants and hydrogen plants.

15:00 Uhr
Speicherung von Wasserstoff in Zusammenhang mit Schienenfahrzeugen mehr
Die Brennstoffzelle ist das Herzstück des Systems, die primäre Energiequelle für den Zugantrieb. Die Effizienz des Systems beruht auf der Energiespeicherung in leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien. Die Batterie speichert Energie aus der Brennstoffzelle, wenn diese nicht für den Antrieb benötigt wird, oder die beim elektrischen Bremsen entstehende kinetische Energie des Zuges und unterstützt somit die Energiezufuhr in Beschleunigungsphasen. Die Batterien speichern also die nicht sofort benötigte Energie, um sie dann später abzugeben, wenn sie gebraucht wird. Dadurch ergibt sich ein besseres Management des Kraftstoffverbrauchs. In den Beschleunigungsphasen wird der Brennstoffzellenstrom hauptsächlich dafür gebraucht, die benötigte Antriebsleistung über den Antriebsumrichter und den erforderlichen Bordstrom über den Hilfsbetriebeumrichter zu liefern.
Referent: Dr.-Ing. Uwe Jurdeczka | Alstom

1985–1990 Studium an der Bergakademie Freiberg zum Diplomingenieur für Erzeugung von Eisenwerkstoffen.

2012–heute Lehrauftrag an der Hochschule Harz, Wernigerode, FB Automatisierung und Informatik, Vorlesung Qualitätsmanagement.

2017 Promotion an der TU Braunschweig.



Berufserfahrung

1990–1993 Eisenhütteninstitut an der TU Bergakademie Freiberg Forschungsgruppe "Mathematische Modellierung von Gefügebildung"

1993–1994 OCAS NV, Untersuchungszentrum für Stahlanwendung der SIDMAR NV, Gent (Belgien), Simulation Werkstoffverhalten.

1994–1996 Werkstoffunion Lippendorf GmbH, Prüfplaner

1996–2005 Georg Fischer GmbH, Leipzig, Leiter Labor

2006–2009 Magna International Stanztechnik GmbH, Salzgitter, Leiter Qualitätssicherung

2009–2016 Alstom Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, Leiter Qualitätssicherung Rohbau u. Komponenten

2016–heute Gruppenleiter Innovative Produktionstechnologien.

Panel 3: Wasserstoff

15:30 Uhr

Parallele Foren - Panel 3: Wasserstoff erzeugen und speichern
15:30 Uhr: Industrielle Wasserstoffverteilung - „Power-to-X“ über flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC) mehr
In diesem Beitrag wird die erste kommerzielle Pilotanlage auf Basis der innovativen LOHC-Technologie zur Speicherung und Bereitstellung von Wasserstoff vorgestellt. Weitere Highlights sind die Präsentation von Anlagendaten und erste Optimierungsansätze.

Die deutsche Firma Hydrogenious Technologies entwickelt und baut Systeme auf Basis der LOHC-Technologie, die den komplexen Umgang mit elementaren Wasserstoff stark vereinfachen, indem elementarer Wasserstoff in einer katalytischen Reaktion an ein Trägerfluid gebunden wird. Durch die chemische Bindung des Wasserstoffs wird für einen hohen Sicherheitsstandard gesorgt, bei gleichzeitig hoher Speicherdichte.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vorstellung der ersten kommerziellen Pilotanlage auf Basis der LOHC-Technologie
  • Einblick in die Betriebsweise von LOHC-Anlagen
Referent: Daniel Baschke | HYDROGENIOUS TECHNOLOGIES GmbH

Daniel Baschke, Jahrgang 1988, arbeitet seit Oktober 2018 bei der Firma Hydrogenious Technologies als Produktmanager. Dort ist er u. a. für die Themen Logistik, Förderprojekte und Know-how – Schutz zuständig. Zuvor schloss Herr Baschke im Jahr 2013 sein Studium der Verfahrenstechnik an der Universität Bayreuth erfolgreich ab. Im Anschluss an sein Studium war Herr Baschke für vier Jahre bei einer Audi-Tochter angestellt, wo er in der Vorentwicklung im Bereich der Funktions- und Regelungsentwicklung für das Thermomanagement von konventionellen und elektrifizierten Fahrzeugen mitwirkte.

16:00 Uhr: Flexible Sektorenkopplung durch dezentrale Wasserstofferzeugung – Herausforderungen & Chancen mehr
Elektrolyseure bauen die Brücke zwischen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der direkten Nutzung von grünem Wasserstoff als Treibstoff im Verkehr sowie als Grundstoff für industrielle Prozesse.
Die Technologie ermöglicht die langfristige Zwischenspeicherung großen Mengen an Strom und erbringt Systemdienstleistungen. So entstehen neue Geschäftsmodelle für die Erzeuger erneuerbarer Energien, was gerade mit Blick auf das Auslaufen des EEG wichtig ist.
Im Vortrag wird anhand von Beispielen aus Schleswig-Holstein aufgezeigt, dass es mit einem integralen Projektansatz und regionalen Partnern möglich ist, Elektrolyseanlagen so einzubinden, dass sowohl eine regionale Wertschöpfung erzielt werden kann als auch grüner Wasserstoff zum Einsatz in der Mobilität erzeugt werden kann, während gleichzeitig die im Prozess freiwerdende Wärme in lokale Wärmenetze eingespeist wird.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Flexible Sektorenkopplung mit Elektrolyse ist heute schon möglich
  • Projekte in Deutschland werden realisiert
  • Herausforderungen für die Wirtschaftlichkeit liegen in der Regulierung des Strommarktes

Referent: Dr. Markus Forstmeier  | H-TEC SYSTEMS GmbH

Dr. Markus Forstmeier ist bei H-TEC SYSTEMS als Leiter Business Development & Sales verantwortlich für die Kommerzialisierung von H-TECs Elektrolysetechnologie und Elektrolyseuren. Nach seiner Promotion in Prozess- und Anlagentechnik hat er mehr als fünfzehn Jahre Industrieerfahrung im Bereich Wasser und Energie gesammelt, sowohl in der Entwicklung, der Strategie als auch dem operativen Management, u.a. für. Electrochaea, SGL Group, Siemens AG and General Electric. Parallel hat er auch einen Executive MBA erworben. Im Bundesverband Energiespeicher e.V. (BVES) leitet er die Fachgruppe „Chemische Energiespeicherung“.

Panel 4: Energie speichern

15:30 Uhr

Parallele Foren - Panel 4: Energie speichern und verteilen
15:30 Uhr: Der Stromspeicher - was kann der Speicher in Industrieapplikationen leisten? mehr
Energiewende, Stromspeicher, Erfolgsfaktoren, Innovation, Entwicklung, Bedeutung, Applikationen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Antworten auf die Frage, was können Energiespeicher heute in verschiedenen Applikationen leisten?

Referent: Steffen Breiter | Socomec GmbH

Steffen Breiter verantwortet seit 2019 den Bereich Business Development & Vertical Market Manager DTC für Deutschland & Österreich bei der Socomec GmbH in Mannheim. Über verschiedene Rollen ist er tief mit der Rechenzentrumsbranche verwurzelt und hat eine umfassende Perspektive zu Themen der Energieeffizienz, Technologie, Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit von Innovationen in der Infrastruktur von Rechenzentren entwickelt. Seit 2003 an Bord von Socomec war er seit 2009 als Vertriebsleiter im Geschäftsbereich Direktvertrieb für sichere Stromversorgungslösungen in Deutschland und Luxemburg, seit 2012 als National Sales Manager Germany für die Business Unit Critical Power und seit 2014 als Region Marketing Manager Deutschland und Österreich für die Business Units Power Conversion, Power Switching, Power Monitoring und Energy Storage verantwortlich.

16:00 Uhr: Forschungsprojekt „Entwicklung eines Energiemanagementsystems unter Berücksichtigung regenerativer Erzeugungsanlagen“ mehr
This paper discusses and describes our ongoing research work, started on June 01 2018, about the development of an hybrid power system in software and hardware level and its energy management system to integrate and control individual systems such as photovoltaic, hydroelectric power plants or wind turbine plants etc. In 2017, the world’s primary energy demand was about 585 TJ and will increase to about 742 TJ in 2040 [1]. In order to supply this energy demand, regenerative energies are also used. The influence of regenerative energies on an existing electrical grid can be investigated by modeling. Furthermore, renewable energy models, such as photovoltaic, can be used to study the structure and stability (frequency and voltage) of a hybrid power system [2]. In such a grid, an energy management system can be connected to a wide variety of electrical generation systems, so that a modular

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Renewable Energy
  • Hybrid Power System
  • Energy Management
Referent: Prof. Rajesh Saiju | Hochschule Flensburg University of Applied Sciences

Studium der Elektrotechnik und Elektronik (B.E.) mit dem Schwerpunkt elektrische Energietechnik an Karnataka Universität in Indien und an der FH Südwestfalen und dem Bolton Institute of Higher Education in England (M.Sc.). Im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel. 2007 Promotion auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, Hybrid Power Systeme und dessen Energiemanagementsysteme. Ab 2008 zunächst in der Industrie tätig als Entwicklungsingenieur mit dem Hauptaufgabengebiet der Modellierung von Wasserkraftwerken mit dem „water to wire“ Prinzip bei der Firma Voith Hydro. Ab 2011 tätig als Projektingenieur und später technischer Projektleiter mit dem Aufgabenschwerpunkt der Simulation von Windkraftanlagen, Netzintegration und dem Projektmanagement bei der Firma Nordex. Seit März 2015 Professor an der Hochschule Flensburg.

16:30 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
17:00 Uhr
Diskussionsrunde: Sektorenkopplung: Wie kann der Wandel gelingen?
Referent: Dr. Andreas Geisbauer | Clariant

1987 – 1993: Studium der Chemie, Ludwig Maximilians Universität München

1993 – 1996: Promotion auf dem Gebiet der Metallorganischen Chemie

1996 – 2001: Prozessingenieur für Halbleiter-Prozesstechnologien in verschiedenen Positionen und Unternehmen, Prozess- und Produkt-Entwicklung

2002 - 2008 Head of Surface Chemistry, Bioanalytische Anwendungen bei Advalytix AG als Technologie – Startup, 2005 Acquisition von Advalytix durch Olympus Life Science Research Europe

2008 bis heute: Süd-Chemie AG / CLARIANT BU Catalysts, Senior Technology Scout & Innovation Manager, Global R&D

Referent: Dr.-Ing. Christoph Erdmann  | MESSER GROUP GmbH

Christoph Erdmann has been graduated in mechanical engineering by RWTH Aachen, followed by a PhD thesis in process engineering. Subsequently, Christoph Erdmann joined the Engineering Contractor Lurgi Öl Gas Chemie GmbH in Frankfurt/Germany for 14 years. He held different positions in Engineering and Sales, amongst them Head of Process Department for hydrogen and syngas production. Since 2006, Mr. Erdmann is the Vice President On-site at Messer Group GmbH, the largest owner-managed industrial gases company, with subsidiaries in approx.. 40 countries, in Europe, China and the Americas. He is responsible for the development and acquisition of On-site projects, in the field of large cryogenic Air Separation Units, non-cryogenic air gases production plants and hydrogen plants.

Referent: Dr. Ludolf Plass | Consultant

Geboren 19.1.1944 in Frankfurt/Main

1963 : Abitur Gymnasium Emden

1963-1969: Studium Maschinenbau an der TH Darmstadt

1969 – 1972: Tätigkeit bei Lurgi GmbH/Frankfurt als Doktorand .

1972: Promotion auf dem Gebiet der Chemischen Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen/Nürnberg.

1972 – 2009 :Tätigkeit bei Lurgi in verschiedenen Funktionen :

- Leitung des Bereichs Kohle-und Energietechnik der Lurgi Energie- und Umwelttechnik GmbH

- Mitglied/Vorsitzender der Geschäftsführung der Lurgi Energie-und Umwelttechnik GmbH

- Chief Technology Officer der Lurgi AG

- Mitglied/Vorsitzender des Aufsichtsrats zahlreicher internationaler Tochtergesellschaften der Lurgi AG

- Mitglied des Vorstandes der Dechema e.V.

2009 – 2013: Beratung der Geschäftsführung der Lurgi GmbH

Aktuelle Funktionen :

- Vorsitzender des Beirats der Schaefer Kalk GmbH, Diez, Lahn

- Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Dechema Forschungsinstituts

- Mitglied des vom BMWi geförderten Forschungsprojektes : „Power-to Methanol: Green Methanol“

- Beratungstätigkeiten für Energie- und Umwelt- Fragen/Technologien

Referent: Marc Grünewald | MAN Energy Solutions SE

MAN Energy Solutions SE

Referent: Prof. Dr. Matthias Brunner | Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Prof. Dr. Matthias Brunner, Jahrgang 1955, Studium der Biologie: Saarbrücken, Freiburg, Paris. Doktorand an der Kernforschungsanlage Jülich (Biotechnologie I) mit Promotion Universität Düsseldorf. Industrieerfahrung: Passavantwerke, Aarbergen: Abteilungsleiter, Handlungsvollmacht; Mannesmann Anlagenbau, Berlin: Prokurist; Gauff Ingenieure, Frankfurt: Prokurist; Lyonnaise des Eaux, Paris, Rostock, Berlin: technischer Direktor; Mitglied des ATV Hauptausschusses 7.5.: Anaerobe Abwasserreinigung, mehrere Patente, diverse Veröffentlichungen. Seit 1999 Professor an der HTW des Saarlandes (Bio- und Umweltverfahrenstechnik); Mitbegründer des Deutsch-Französisches Institut für Umwelttechnik; www.defitechno.de; Direktor der FITT gGmbH; Vorstandsmitglied des Fachbereichstag Verfahrenstechnik; Vorstandsmitglied von Proftec; Vorstandsmitglied VDI Saar, Mitglied DVGW, DWA

17:45 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages & Sektempfang
19:00 Uhr
Business BBQ auf dem Mainova Gelände

Donnerstag, 16. Mai 2019

08:30 Uhr
Teilnehmer-Registrierung
09:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
09:05 Uhr
Impuls:Rhetikus-Projekt: Mit Biotechnologie aus CO2 und Ökostrom Spezialchemikalien herstellen mehr
Fast growth of the world population and propagation of a higher living standard cause a dramatically increased demand of resources. To approach this trend, we have to rise the efficieny and care using our resources. In our present world natural photosynthesis is a crucial factor, regenerating compounds from CO2 and sunlight. Nevertheless its energy efficiency is a very low and limited. Artificial photosynthesis is a new technology to improve this energy efficiency.
Our concept of an artificial photosynthesis is based on the combination of electrolysis and biocatalysis. At first water and CO2 are transformed into an energetically superior gas mixture by solar powered electrolysis. In a subsequent step this gas mixture is consumed by specially selected and designed bacterial strains, generating specific organic compounds. By this means bulk chemicals as well as specialties are accessible. Therefore this concept represents an additional interesting power to chemicals approach to preserve our current living standard in a sustainable manner.

Referent: Dr. Thomas Haas | Evonik Creavis

Post doctoral research:

10/88 - 09/89 Queen Mary College and Imperial College at the University of London, Prof. Dr. J. Pritchard

Industrial career

10/89 Junior scientist at Degussa AG department R+D organic chemistry and catalysis

10/91 Head of an R+D group “Process Development”

05/01 Head of the R+D department “Bleaching chemicals and basic intermediates”

08/04 main inventor and head of process development of the HPPO process

06/06 Vice President of the Science-to-Business Center Biotechnology

01/14 Vice President of CREAVIS – “Science & Technology”

09:50 Uhr
Best-Practice-Beispiel: Industriewärme - Ein Klimabündnis von Aurubis und enercity mehr
Die Hamburger HafenCity Ost ist das erste Stadtquartier, das vollständig mit CO2-freier Industriewärme versorgt wird. Aurubis koppelt hierfür aus einem chemischen Nebenprozess der Kupferproduktion CO2-freie Wärme aus und liefert diese gemeinsam mit enercity über eine rund 3,7 km lange Trassenverbindung in die HafenCity Ost. Das Projekt ist in seiner Größe und Komplexität einzigartig in Deutschland. Es spart jährlich rund 20.000 Tonnen CO2 ein. Das entspricht den Emissionen von rund 10.000 Mittelklasse-PKW, die pro Jahr jeweils 12.000km fahren. Industriewärme ist ein Leuchtturmprojekt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung.
Referent: Ulf Gehrckens | Aurubis AG

Jahrgang 1960 Nach Abitur und Bundeswehrdienst an der Führungsakademie absolvierte Ulf Gehrckens ein Betriebswirtschaftsstudium an der Wirtschaftsakademie Hamburg. Am 01.10.1984 trat er in den Materialeinkauf der „Norddeutschen Affinerie“ ein, wurde 1993 Einkaufsleiter und gleichzeitig Geschäftsführer der Hüttenbaugesellschaft. Seit 01.03.2004 ist er Geschäftsbereichsleiter der Zentralen Services und seit 2005 Mitglied des Vorstandes der Versorgungskasse und des Fürsorgevereins der „Norddeutschen Affinerie“ (seit 01.04.2009 neuer Firmenname „Aurubis“). Mit Übernahme von „Cumerio“ in 2008 wurde Herrn Gehrckens die europaweite und jetzt weltweite Gesamtleitung auf dem Gebiet „Energie und Klima“ als Senior Vice President übertragen. Ehrenamtlich ist Herr Gehrckens seit 2012 Mitglied des Kuratoriums der „Jugendhilfe e. V.“ (Drogen-und Suchthilfe) und seit dem 01.01.2017 deren Vorsitzender. Die aktuelle Position von Ulf Gehrckens bei Aurubis AG lautet: Senior Vice President Corporate Energy & Climate Affairs

10:35 Uhr
Technologien für mehr Nachhaltigkeit

Einsatz von Abwärmeverstromung mittels ORC in der Keramikindustrie mehr
Die Verschwendung von wertvollen Ressourcen begegnet uns beinahe überall. Manchmal geschieht das sehr auffällig, manchmal nicht - wie im Fall der Abwärme bei Industrieprozessen. Sie verpufft viel zu oft ungenutzt in der Luft, obwohl sie wertvoll ist.

Mit den efficiency PACKs bietet Orcan Energy innovative Lösungen an, die aus der Abfallwärme von beispielsweise Industrieprozessen sauberen Strom produzieren. Anders als früher sind die Module der zweiten Generation kompakt, wirtschaftlich und flexibel. Sie lassen sich ganz einfach überall anschließen, wo (Ab)wärme verfügbar ist: In der Schifffahrt, Industrie, auf dem Biogas-Bauernhof oder in der Geothermie.

Der Anwender gewinnt sauberen Strom, den er einspeisen oder direkt vor Ort verbrauchen kann, und das zu einem sehr niedrigen Preis. Bei den typischen Anwendungen liegt der äquivalente Strompreis bei 25 bis 35 Euro pro Megawattstunde – Das ist weniger als Kohle- oder Atomstrom kostet. Kunden können die efficiency PACKs entweder über E.ON finanzieren (z.B. Pachtmodell) oder direkt kaufen.

In dem Vortrag erfahren Sie:
  • welches Potenzial Abwärmenutzung hat
  • mehr über die Technologie in den efficiency PACKS der (ORC der 2. Generation)
  • welche Abwärmequellen sich für die Produktion von Strom eignen
  • wie sich die Wirtschaftlichkeit darstellt (inkl. Finanzierungslösungen von E.ON)
Referent: Markus Lintl | Orcan Energy AG

Markus Lintl studied mechanical engineering at the Technical University of Munich (2013 - M.Sc.) and Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nürnberg (2011 - B.Sc.). End of 2013 he graduated from the Technical University of Munich and joined 2014 Orcan Energy as Product Manager and Business Developer. From 2014 on Markus Lintl works full-time at Orcan Energy AG and is currently Head of Industry & New Business. His activities are mainly the continuous evaluation of new markets (e.g. new regions, new products) and building up strategic partnerships in the market “industry” (e.g. waste heat from steel industry in Europe).

11:10 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
11:40 Uhr
Die Isolierung von Rohrleitungen und Behältern mit Praxisbeispielen (Förderprojekt) mehr
In Deutschland können sowohl KMU als auch große Unternehmen eine Förderung für technische Isolierung beantragen. Die Förderung kann bis zu 40 % der Investitionskosten zzgl. Planungskosten sein. Die Voraussetzungen und die notwendigen Schritte der Beantragung sollen anhand eines Praxisbeispiels erläutert werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Voraussetzung zur Föderung für Techn. Isolierung
  • erforderliche Nachweise
  • Beantragung der Föderung

Referent: Andreas Regel | Knauf Insulation GmbH

Herr Dipl.-Ing. Andreas Regel ist seit 04.2015 bei Knauf Insulation Technical Solutions tätig. Herr Regel unterstützt als „Head of Specifications Manager Europe“ die Kunden in Europa zu allen technischen Fragen in der Industrieisolierung. Des Weiteren vertritt Herr Regel unser Unternehmen in verschiedenen Europäischen Isoliergremien und kann dabei auf seine 10-jährige Erfahrung als Projektleiter und später Technischer Leiter eines Großisolierers zurückblicken. Zusätzlich ist Herr Regel als Senior TIPCHECK engineer ausgebildet und hat somit die Fähigkeit Industrieanlagen unter isoliertechnischen Gesichtspunkten energetisch aufzunehmen, zu bewerten und optimieren. Herr Regel fungiert darüber hinaus als Trainer der EiiF für die TIPCHECK engineer Ausbildung sowie als Referent der Meisterschule der Isolierer.

12:10 Uhr
Mit harten Krusten und Verschlüssen zugesetzte Rohrbündelwärmeübertragerapparate mit wirtschaftlichem Aufwand und geringen ökologischen Folgen retten – Wie? – Ein Erfahrungsbericht mehr
Im Vortrag werden Erfahrungen wiedergegeben, wie aus Innenrohren von Rohrbündelwärmeübertragerapparaten (RBWÜ) vorliegende feste Krusten und solche Verschlüsse mit wirtschaftlichem Aufwand und geringen ökologischen Folgen beseitigt werden können.

Im Fall vorliegender harter Krusten und von solchen Verschlüssen, die nicht durch strömendes Wasser weg geschwemmt oder die nicht chemisch abgetragen werden können, kommen zur Innerohrreinigung von RBWÜ mehrere Verfahren in Frage.
Bevorzugt wird nach wie vor die Reinigung mit dem Hochdruckverfahren.

Alternativ wird ein von einer österreichischen Firma unter der Bezeichnung RTC (Rädler Tube Cleaning) angebotenes Reinigungsverfahren zur Beseitigung harter Krusten und entsprechender Verschlüsse von RBWÜ vorgestellt.

Aus dem Vergleich mit den üblicherweise eingesetzten Reinigungsverfahren ergeben sich wirtschaftliche und ökologische Vorteile.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Reinigungserfolg von primärer Bedeutung
  • Frage nach Aufwand und Nutzen stellen

Referent: Hans-Jürgen Kastner | Umwelttechnik Marketing Kastner

Jahrgang 1941

Ingenieur für Radiochemie

Ingenieurschule für Chemie Justus von Liebig Magdeburg

Diplom Ingenieur - forensische Kriminaltechnik

Humbold Universität zu Berlin

Seit 1998 Berater, Referent http://t1p.de/yypo, Autor http://t1p.de/qjyd und Initiator sowie Organisator (Beispiel http://t1p.de/lazu). Ich bin gewissermaßen als Content Marketing Spezialist und Influencer, nicht aber als Verkäufer, in Industrie und Gewerbe mit dem Thema effiziente Energie- und Materialanwendung unterwegs. Aktuell bearbeitete Themen

Verbrauchs- und Kostenreduzierung durch Stabilisierung von Spannung und Frequenz in Wechselstrom-Endverbraucher-Elektrizitätsnetzen, nach Durchführung einer Analyse elektrischer Antriebe IM BESTAND von Industrie und Gewerbe sowie bei der industriellen Wärme- beziehungsweise Kälteanwendung.

12:40 Uhr
Druckluft 4.0 Portal – Energiekennzahlen erfassen, verteilen, bewerten mehr
Die Digitalisierung kann kaum eine Sparte so revolutionieren wie die Druckluft. Druckluft als sehr ineffiziente, teure und analoge Energieform bietet extrem viel Potential zur Optimierung. Aktuell wird der Verbrauch durch theoretische oder errechnete Daten geplant, Redundanzen aufgebaut, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Es besteht eine Abhängigkeit von den Herstellern und die Investitionskosten sind sehr hoch, da sowohl Erzeugung und Instandhaltung vom Endkunden selbst getragen werden müssen. Wir haben diesen Status Quo mit LOOXR verändert. Die Digitalisierung der Druckluft und die Auswertung von Druckluftkennzahlen sorgt für mehr Transparenz im Druckluftprozess, eine hohe Versorgungssicherheit bei optimaler Nutzung der Druckluftstation, eine vorausschauende Instandhaltung und reduzierte Energie- und Betriebskosten.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Die Teilnehmer lernen, wie viel Optimierungspotential wirklich in Druckluft steckt
  • Digitalisierung öffnet neue Lösungswege
  • Transparenz durch Kennzahlen - messen, analysieren, bewerten

Referent: Helen Landhäußer | LOOXR

Helen Landhäußer, geboren 1992, ist seit der Gründung Growth Manager des Startups LOOXR. Ihr Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre hat sie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg absolviert, mit einer internationalen Unternehmensberatung, der P3 Group als Ausbildungspartner. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums arbeitete sie in den USA und ist für ihr Masterstudium zurück nach Deutschland gekommen. Helen Landhäußer studiert in Köln International Business mit Fokus auf Unternehmensgründung und kurz vor dem Abschluss des Masterstudiums. Bei LOOXR ist sie verantwortlich für Business Development und Growth des Startups, mit besonderem Fokus auf die Markteinführung und Anfangsentwicklungen.

Referent: Werner Landhäußer | LOOXR

Werner Landhäußer, Jahrgang 1957, ist Co-Founder und CEO der LOOXR GmbH. Zusammen mit Peter Maier gründete er das Start-Up mit der Vision einen komplett digitalisierten, hocheffizienten und maximal transparenten Druckluftprozess zu realisieren. LOOXR bietet herstellerunabhängige Softwarelösungen für die gesamte Druckluftkette. Nach langjähriger Konzerntätigkeit schätzt er heute die kurzen Entscheidungswege und dynamische Arbeitskultur eines Start-Ups. Werner Landhäußer ist ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG.

13:10 Uhr
Kommunikations- und Mittagspause
14:10 Uhr
Abschlusskeynote: Kohleausstieg - Herausforderung für Industrie und Gesellschaft mehr
Kohleausstieg und jetzt? Trotz großzügiger Übergangsfristen für industrielle KWK-Anlagen heißt es: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Hauke Hermann, Energiespezialist des Öko-Instituts erklärt in der Abschluss-Keynote, was die Ergebnisse der Kohlekommission für die Industrie wirklich bedeuten und warum es lohnt, sich jetzt schon mit dem Kohleausstieg zu beschäftigen. Unter anderem verschafft er den Teilnehmern einen Überblick über die Verhandlungen, erklärt den Ausstiegsfahrplan  und stellt Studien über die mögliche Strompreisentwicklung vor. 
Referent: Hauke Hermann | Öko-Institut

Öko-Institut

14:40 Uhr
Diskussionsrunde: Ausstieg aus der Kohle - Was dann?
15:10 Uhr
Zusammenfassung & Verabschiedung
15:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

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Aussteller 2019